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Freilichtmuseum Kolomenskoje (Moskau)

Moskau (Tel.: +7 499 612-52-17, +7 499 612-11-55, +7 499 615-27-68, +7 499 614-88-80), Metro: Kolomenskaja.

Auf der Karte

http://www.mgomz.ru

Hoch über den steilen Ufern des Moskwa-Flusses, in der malerischen Naturumgebung, befindet sich das alte Kolomenskoje — eine einzigartige historische Stätte, wo im Laufe vieler Jahrhunderte die Denkmäler der russischen Geschichte und Kultur geschaffen, der Welt vorgestellt, gesammelt und sorgsam bewahrt wurden.

Hier, auf der Erde der Sagen und Legenden, wurde im Jahre 1923 auf der Basis des historischen Architekturensembles von dem Landsitz der russischen Großfürsten und Zaren ein kleines Museum gegründet, das mit der Zeit in das komplette Freilichtmuseum der Architektur und Kunst „Kolomenskoje“ mit dem Gelände von 390 ha verwandelt wurde.

Das Leben und die Tätigkeit vieler Generationen beeinflussten die unwiederholbare Landschaft von Kolomenskoje. Nicht weit vom Zentrum des Landsitzes, in Djakowo, wurde vor 2,5 tausend Jahren auf einem rundlichen Hügel mit flachem Gipfel die älteste Siedlung des Stadtgebiets — Djakower befestigte Siedlung gegründet, die der archäologischen Kultur den Namen gab. Vor kurzem haben die Archäologen im mittleren Teil von Kolomenskoje Siedlungen aus dem früheren Mittelalter (8. – 10. Jh.) gefunden, und darüber hinaus eine einzigartige Siedlung Djakowo-Poima — ein altrussisches Dorf des 11. – 12. Jahrhunderts am Fuße des Djakower Hügels.

Erstmalig wurde Kolomenskoje im 14. Jahrhundert im Testament von Iwan Kalita erwähnt (1336 und 1339).

Aus historischen Quellen ist es bekannt, dass hier die Truppen von Dmitri Donskoi nach der Schlacht auf dem Kulikowo Pole 1380 und die Truppen von Peter I. nach der Schlacht bei Poltawa 1709 halt machten. Hier versammelten sich die Kriegsgefolge der Großfürsten Moskaus in die Kriegszüge, hier geschahen auch andere Ereignisse aus der Geschichte des russischen Staates.

Seit dem 14. Jahrhundert diente Kolomenskoje als Landsitz für die Moskauer Herrscher. In den 16. – 17. Jahrhunderten bildete sich das einzigartige Architekturensemble von Kolomenskoje heraus, das vom Leitthema einer feierlichen Zarenresidenz geprägt ist und einen großen künstlerischen und historischen Wert hat.

Am hohen Ufer des Moskwa-Flusses befindet sich die Christi-Himmelfahrts-Kirche, die 1532 errichtet worden ist. Das ist eine der ersten steinernen Zeltdachkirchen in Russland. Innen nicht groß, diente sie als sommerliche Hauskirche der russischen Zaren in den 16. – 17. Jahrhunderten.

1996 wurde die Kirche neben dem Moskauer Kreml und dem Roten Platz auf die Liste des Weltkulturerbes von UNESCO gesetzt.

Heute gehört die Kirche nach dem Vertrag mit der Patriarchie gemeinsam dem Museum und der 1994 gegründeten kirchlichen Gemeinschaft. 1917 wurde im Podklet (Kellergeschoss) der Kirche die wundertätige Ikone der „Herrschaftlichen Mutter Gottes“ gefunden.

Nur ein Katzensprung von der Kirche entfernt findet man noch drei Architekturdenkmäler: den St. Georg-Glockenturm (16. Jh.), den Wasserturm (17. Jh.) und den „Jagd-Pavillon“ aus dem Jahr 1825 des Architekten E. D. Tjurin. In Djakowo befindet sich noch ein bemerkenswertes Werk der Baukunst aus dem 16. Jahrhundert — die Kirche der Enthauptung Johannes des Täufers. Die in der Mitte des Jahrhunderts errichtete Kirche wurde zum Prototyp der Basiliuskathedrale am Roten Platz und war wahrscheinlich von denselben Architekten erbaut.

Der historische Mittelpunkt von Kolomenskoje — der Zarenhof war teilweise von einem Stein- und teilweise von einem Holzzaun mit zwei Einfahrtstoren umgeben: mit dem Vorderen, oder dem Schlosstor — der Haupteinfahrt in den Zarenlandsitz, und mit dem Spasskij, oder dem Hinteren Tor.

An das Vordere Tor von Kolomenskoje schließen sich die Befehlskammern an — die Verwaltung des Gutshofs. In den Kammern der Oberste wohnten die Führer des Regiments, das das Schloss, den Trockenen Keller und das zweigeschossige Gebäude des Sytnyj Hofes, wo Getränke für den Zarentisch zubereitet wurden, bewachte.

Der ganze Komplex des Vorderen Tores und des Sytnyj Hofes beherbergt nun Ausstellungen des Museums.

Im 17. Jahrhundert wurde in Kolomenskoje „das achte Weltwunder“ errichtet — das einmalige hölzerne Schloss, das in sich alles Beste verkörperte, was die Holzarchitektur jener Zeit erreicht hatte.

Seit 1645 ist das Schicksal der zu errichtenden Kirche der Kasaner Gottesmutter-Ikone mit dem Namen des Zaren Alexei Michailowitsch (Jahre der Herrschaft: 1645 – 1676) untrennbar verbunden. Der Zar liebte das Gehöft und besuchte es jeden Sommer im Laufe von dreißig Jahren. Aus Anlass der Geburt von dem Thronfolger wurde der zweite Nebenaltar zu Ehren Dimitrios von Thessaloniki (um 1649) an die Kirche angebaut, der die baukünstlerische Komposition vollendete. Mit der Zeit übernahm die Kirche der Gottesmutter von Kasan die Funktionen der Hauskirche, hier wurden üblicherweise die Gelder der Zarenfamilie und die wertvollsten Schätze aufbewahrt, die während der Sommererholung mit der Zarenbagage hierher gebracht wurden. Nach der Vollendung des Baus wurde die Kirche der Gottesmutter von Kasan ausgemalt und mit verschiedenen Textilien und Teppichen prunkvoll dekoriert. Zuerst nutzte der junge Zar Kolomenskoje nur für die Falkenjagd, aber zum Ende der Herrschaft von Alexei Michailowitsch (1676) verwandelte sich der Gutshof allmählich in eine prachtvolle Landresidenz. Das Schloss wurde durch einen überdachten Übergang mit der 1651 – 1671 erbauten steinernen Kirche der Gottesmutter von Kasan verbunden. Heutzutage funktioniert diese Kirche.

Nach dem vollen Abreißen des hölzernen Schlosses wurde im 17. Jahrhundert am Ufer des Moskwa-Flusses, nicht weit von der Christi-Himmelfahrts-Kirche, ein viergeschossiges Schloss errichtet, wo die Kaiserin Katharina II. ihren berühmten Rechtstraktat „Nakaz“ schrieb. Das Schloss wurde während des Überfalls der Franzosen ruiniert. 1825 wurde auf seinem Fundament auf Erlass des Kaisers Alexander I. ein neues Schloss im Empirestil gebaut, das genauso bis heute nicht erhalten geblieben ist.

In den 1920er Jahren begann der hervorragende russische Architekt P. D. Baranowski, das erste Freilichtmuseum für Holzbaukunst in Russland zu schaffen. Immer wieder brachte man nach Kolomenskoje die Denkmäler der Holzarchitektur des 17. – 18. Jahrhunderts, die größernteils in dem alten Wosnessenskij-Garten untergebracht wurden. Hier standen Holzbauten aus verschiedenen Gebieten Russlands Seite an Seite: das Heilige Tor des Nikolo-Korelski Klosters (1693) vom Weißen Meer, der Turm aus Bratsk der Mitte des 17. Jahrhunderts aus der Region des Bratsker Flusskraftwerkes, das Häuschen Peters I. (1702) aus Archangelsk.

Das erste Gebäude, das in Kolomenskoje am Vorderen Tor aufgebaut wurde, war die Wirtschaftsanlage des Preobraschenskij Schlosses aus dem 18. Jahrhundert, das inoffiziell „Metbrauerei“ genannt wurde. Im Häuschen Peters I. werden die Feld- und Wohnzimmer des Zaren aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts zur Schau geboten.

Im April 1990 wurden auf Beschluss Nr. 666 des Exekutivkomitees des Moskauer Stadtsowjets der Wiederaufbau und Entwicklung des Freilichtmuseums „Kolomenskoje“ angefangen, die in einem allumfassenden Programm der Entwicklung von Kolomenskoje bis 2007 ihre Fortsetzung fanden. Es wird das Architekturensemble restauriert, neue Ausstellungen werden geöffnet, die historische Landschaft des Zarenhofes wird wiederhergestellt, es werden archäologische Untersuchungen durchgeführt. Im Jahre 2004 wurde die Umgestaltung des Kormowoj Hofes zu einem Museumsobjekt vollendet. Das Staatliche Freilichtmuseum „Kolomenskoje“ ist ein komplexes Denkmal der Geschichte und Kultur Russlands. Der Komplex besteht aus 17 Architekturdenkmälern, 12 davon gehören zum aufbewahrten Teil des Zarenhofes des 16. – 19. Jahrhunderts; 4 Denkmäler stellen Holzbauten aus verschiedenen Gebieten Russlands dar.

1983 wurde in Kolomenskoje das erste spezielle Gebäude für die Aufbewahrung des Museumsbestandes errichtet.

Fotogalerie Foto Vorschau (19)

Freilichtmuseum Kolomenskoje

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