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Katharinenpalast (Puschkin)

Puschkin, ul. Sadowaja, 7, Tel.: +7 812 465-20-24, +7 812 465-94-24, +7 812 465-30-98, +7 812 465-21-96.

http://www.tzar.ru

Die historische Anlage Katharinenpalast (bis 1910 „Großer Zarskosselski Palast“) bewahrt die 300-jährige Geschichte dieses hervorragenden Denkmals und präsentiert den Besuchern Werke der Architekten, die im 18. und 19. Jahrhundert an seiner Errichtung und Ausstattung gearbeitet haben, die Gegenwart dieses einmaligen Ensembles und Meisterarbeit der Restauratoren, die den Palast nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufleben ließen.

1717, als am Newa-Ufer die Stadt Sankt Petersburg angelegt wurde, begann man in Zarskoje Selo mit der Errichtung des ersten Steinhauses für die Zarenfamilie, das in der Geschichte unter dem Beinamen Katharinas I. „steinerne Gemächer“ bekannt ist. Im August 1724, als die Bauarbeiten abgeschlossen waren, veranstaltete man in dem Palais eine Feier, während der „13 Kanonen dreimal Salut geschossen haben“. Der Zar und alle großen Staatsmänner waren bei der Feier dabei. Das Palais stellte ein kleines zweigeschossiges Gebäude dar — typisch für russische Palastbauten des früheren 18. Jahrhunderts.

Der erste Versuch, den Palast zu erweitern, wurde unter Kaiserin Elisabeth I. im Projekt des Architekten Michail Zemzow Ende 1742 — Anfang 1743 unternommen. Nach Zemzows Tod übernahm Andrej Kwassow und dann sein Gehilfe, Giuseppe Trezzini, die Leitung der Bauarbeiten in Zarskoje Selo. Im Mai 1745 wurde statt Trezzini S. Tschewakinskij mit dem Projekt beauftragt, der bis 1760 den Bau in Zarskoje Selo überwachte.

Von Ende 1748 bis 1756 wurde die Gestaltung der Zarenresidenz in Zarskoje Selo von dem Hofarchitekten Bartolomeo Francesco Rastrelli geleitet. Am 10. Mai 1752 unterschrieb Kaiserin Elisabeth I. einen Erlass über kompletten Umbau des alten Gebäudes und am 30. Juli 1756 zeigte Rastrelli sein Meisterwerk der Elisabeth Petrowna und den ausländischen Botschaftern vor.

Durch seine Größe, seine äußerst dynamische Raumgestaltung und pittoreske Ausstattung machte das Palais, im Stil des russischen Barocks gehalten, einen gewaltigen Eindruck. Das breite azurblaue „Band“ der Fassade mit schneeweißen Kolonnen und vergoldeter Verzierung sah feierlich aus.

Über dem Nordgebäude erhoben sich fünf vergoldete Kuppeln der Schlosskirche, über dem Südgebäude mit der Freitreppe — eine vergoldete Kuppel mit einem vielzackigen Stern an der Spitze. Für die Innen- und Außenvergoldung des Schlosses wurde ca. 100 kg Rotgold aufgewendet. In derselben Zeit wurde der Ehrenhof fertig gestellt, umringt von Flügeln und anliegenden Bauten, die einen Halbkreis bildeten.

Die Fassaden des Schlosses wurden mit Kolonnen, Atlanten und Karyatiden, Kartuschen an den Giebeln, Löwenmasken und anderen Stuckaturen nach Zeichnungen des Bildhauers J. Dunker verziert.

Genauso prunkvoll gestaltete Rastrelli die Apartments des Palais. Die von ihm entworfene Paradezimmerflucht bekam den Namen „Goldene Enfilade“ wegen zahlreicher vergoldeter Schnitzereien. Die enfiladeartige Anordnung der Säle, bis Mitte des 18. Jahrhunderts in Russland unbekannt, setzte Rastrelli auch in anderen seiner Paläste ein, aber nur in Zarskoje Selo zog sich die Zimmerfluch über das ganze Gebäude — von der Paradetreppe bis zur Kirche.

Ab 1756 wurde der Große Palast zum Mittelpunkt höfischen Lebens, wo nicht nur Tanz- und Kostümbälle veranstaltet, sondern auch große Staatsgeschäfte getätigt wurden.

Eine neue Umgestaltung der Schlosssäle erfolgte in den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts. Neue Herrin des Palais in Zarskoje Selo, Kaiserin Katharina II., begeisterte Verehrerin der Antike, ließ ihre Privatgemächer durch den schottischen Architekten Charles Cameron, einen Kenner der antiken Kunst umbauen. Seine klassizistisch ausgestatteten Interieure — der Arabesken-Saal, der Lyoner Salon und der Chinesische Salon, das Kuppel-Speisezimmer, das Silberne Kabinett und das Schlafzimmer — zeichneten sich durch erlesene Schönheit, dezente Verzierungen und eine besonders stillvolle Auswahl der Materialien aus. Leider wurden diese Säle im Zweiten Weltkrieg vernichtet und sind bisher noch nicht wiederhergestellt.

Die Gemächer, die dem Großfürsten Paul (dem zukünftigen Kaiser Paul I.) und seiner Gemahlin Marija Fjodorowna zugedacht waren, in derselben Zeit von Cameron gestaltet, sind nun rekonstruiert worden. Besonders sehenswert sind das Grüne Speisezimmer, das Kellnerzimmer, der Blaue Salon und der Blaue chinesischen Salon, das Schlafgemach, das Malereikabinett und das Skulpturenkabinett.

Das 19. Jahrhundert brachte Veränderungen für das Katharinenpalast-Ensemble mit sich. Nach dem Auftrag des Kaisers Alexander I. entwarf 1817 Wassili Stassow das Arbeitszimmer und einige Nebenzimmer, die in einem einheitlichen Stil gehalten sind: Alles erinnert hier an triumphierende Siege, die im Krieg 1812 glänzend erfochtet wurden.

Ihren Ausklang fanden die Räumlichkeiten des Palais mit einem Paradetreppenhaus, das 1863 von H. Monighetti im Stil des zweiten Rokoko gestaltet wurde.

Am 9. Juni 1918 wurde der Katharinenpalast als Museum eröffnet.

Fotogalerie Foto Vorschau (28)

Katharinenpalast

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