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Bogoljubski-Kloster (Susdal)

Oblast Wladimir, Rajon Susdal, Siedlung Bogoljubowo, Tel.: +7 4922 30-05-34.

Das Bogoljubski-Kloster, eines der ältesten Klöster der Russischen Orthodoxen Kirche, wurde 1155 vom heiligen rechtgläubigen Fürsten Andrei Bogoljubski gegründet, dem ersten Vereiniger des Russischen Landes nach dem heiligen apostelgleichen Fürsten Wladimir. Im Sommer 1155 zog der heilige Fürst Andrei aus Kiew ins Fürstentum Wladimir-Susdal um. 10 Wersten von Wladimir entfernt blieben die Rosse, die die wundertätige Gottesmutter-Ikone fuhren, plötzlich stehen, und in der Nacht erschien vor dem betenden Fürsten die Gottesmutter selbst und befahl, an dieser Stelle eine Kirche zu Ehren Ihrer Geburt und ein Kloster für Mönche zu gründen und die wundertätige Ikone der Stadt Wladimir zu überlassen. Von diesem Tag an wurde die Ikone von Wladimir zum Hauptsakrament und Symbol des Heiligen Russlands, und das Fürstentum Wladimir-Susdal zum Zentrum des Russischen Staats. Damals wurde auch auf Erlass des heiligen Fürsten die Gottesmutter-Ikone von Bogoljubowo so gemalt, wie die Herrscherin vor ihm im nächtlichen Traumbild auftrat. Diese Ikone, die jetzt das Uspenskij-Fürstinnen-Kloster von Wladimir beherbergt, ist durch viele Wunder bekannt geworden, ihre zahlreiche Kopien sind auch wundertätig. Im Sommer 1174 ermordeten die Verschwörer den Fürsten. Der Platz seines Märtyrertodes (im Treppenturm des Schlosses von Bogoljubowo) ist bis heute erhalten geblieben.

Nach dem Tode des Fürsten wurde das Kloster ausgeraubt und verwüstet, existierte aber weiter. Nach der Gründung des Patriarchentums in Russland 1588 gehörte das Kloster zum Amtsbereich der Patriarchen und hieß Patriarchen-Kloster zur Geburt der Allheiligen Gottesmutter.

Das Kloster stand an einem verkehrsreichen Weg nach Nischni Nowgorod und Kasan und wurde oft von Zaren, Fürsten und anderen namhaften Persönlichkeiten besucht. 1680 war dort der Zar Fjodor Alexjewitsch, der sich zum Einödkloster in Frolischtschi zum Vorsteher Ilarion (später Metropolit von Susdal) begab, und spendete sein wertvolles Pektorale für die Verzierung der Gottesmutter-Ikone von Bogoljubowo. 1690 besuchte das Kloster der Kaiser Peter I., unter dem der Fürst Andrei Bogoljubski heiliggesprochen wurde. Hier waren auch Paul I., Alexander I., Alexander II. und zahlreiche Großfürsten. Und am 13. Mai 1913 beehrte die Familie des letzten russischen Kaisers Nikolaus II. das Kloster in Bogoljubowo mit ihrem Besuch. Im Jahre 1891 wurde das Kloster zum I. Rang erhöht. Zum Anfang des 20. Jahrhunderts zählte die Klostergemeinschaft etwa 75 Menschen. Als sein letzter Vorsteher diente bis zur Schließung im Jahre 1921 Afanassi Sacharow, der 29.10.2000 heiliggesprochen wurde.

Kirchen und Anlagen des Klosters:
– Die Kathedrale der Gottesmutter-Ikone von Bogoljubowo (von K.A. Thon entworfen). Im Mai 1866 vom Hierarch Theophan Goworow eingeweiht. Das Patroziniumfest ist das 1. Juli. Nebenaltäre: der rechte – des Heiligen Propheten Simeon und der Prophetin Hanna; der linke — der Heiligen Apostel Petrus und Paulus. Im Untergeschoß der Kathedrale befindet sich eine Kirche zu Ehren des Heiligen Seraphim von Sarow.
– Die Gottesmutter-Geburts-Kirche aus den 12. – 18. Jahrhunderten.
– Die Gemächer des heiligen Fürsten Andrei Bogoljubski aus dem 12. Jahrhundert.
– Das Mariä-Verkündigungs-Refektoriumskirche aus dem 17. Jahrhundert.
– Die Ziborium-Kapelle (17. Jh.) wurde ursprünglich im 12. Jahrhundert an der Stelle errichtet, wo die Gottesmutter dem heiligen Fürsten Andrei erschienen war.
– Der Glockenturm mit der Torkirche zu Ehren der Mariä Entschlafung aus dem 19. Jh.
– Zellengebäude, Umzäunung, Türme aus den 18. – 19. Jahrhunderten.

Nach der Revolution begann die Zeit der Verwüstung, die Kirchen wurden vernichtet, die Glocken abgeworfen, die Sakramente entweiht. Man vertrieb die Geistlichen, viele von ihnen erlitten einen Märtyrertod durch Atheisten. In den Klosterbauten befanden sich später eine Schule, ein Krankenhaus, eine Post, eine Milizabteilung, ein Konservenbetrieb und die einstigen Kirchen beherbergten Lagerhallen.

Im Jahre 1991 wurde ein Teil der Klostergebäude der Russischen Orthodoxen Kirchen wiedergegeben. Im Juli 1991, während die Gebeine des Heiligen Seraphim von Sarow nach Diweewo übergetragen wurden, kam die Kreuzprozession bei dem Kloster vorbei. Die Gebeine wurden in der Kirchenvorhalle der Kathedrale der Gottesmutter-Ikone von Bogoljubowo ausgestellt und der Heiligste Patriarch Alexij II. hielt davor eine Andacht zum Segen des neu eingerichteten Klosters. Im Untergeschoß der Kathedrale wurde die erste Kirche in Wladimir zu Ehren des Heiligen Seraphim von Sarow eingeweiht.

Zum ersten Vorsteher des wiederhergestellten Klosters wurde 1991 Hegumen Nikodim ernannt. Später, 1992, wurde Archimandrit Hieronymus (Derkatsch) eingesetzt, der bis 1997 da blieb. Gottes Vorsehung nach wurden am 14. Januar 1997 60 Mitschwestern und Archimandrit Peter (Kutscher) aus dem Verklärungs-Frauenkloster in Sadonsk ins Bogoljubski-Kloster versetzt. So bildeten sich hier zwei Kloster-Abteilungen: eine männliche, zu deren Stellvertreter Archimandrit Peter (Kutscher) wurde und eine weibliche, wo die Novize vom Maria-Schutz-Nonnenkloster von Susdal Helena (Bogdan) zur Oberin gewählt wurde.

Am 25. Mai 1997 wurde der Altartisch in der Mariä-Verkündigungs-Refektoriumskirche (17. Jh.) eingeweiht, wo regelmäßig Gottesdienste gehalten werden. Im Juni 1997 fing man wieder an, in der Kathedrale der Gottesmutter-Ikone von Bogoljubowo Gottesdienste zu feiern.

Während dieser Jahre bekam das Kloster ein anderes Gesicht. Im Sommer 1997 wurde die Kathedrale der Gottesmutter-Ikone von Bogoljubowo von außen verputzt und geweißt, innen wurde Dampfheizung angelegt. Es wurden Kirchenkronleuchter gehängt, das Hauptkronleuchter, das etwa 2 Tonnen wiegt, und neun kleine Nebenkronleuchter. Im April 1999, gegen Ostern, belegte man den Boden der Kathedrale mit Granit und Marmor, die Bodenerhöhung vor dem Altar, den Altar, den Altartisch, den Opferaltar und den Erhöhten Ort mit weißem Marmor. Es werden die Fresken erneuert (die restaurierte Fläche zählt mehr als 1200 Quadratmeter). Die Wirtschaftsgebäude sind errichtet, der Obstgarten ist gepflanzt, die Zellengebäude werden wiederhergestellt. Es gibt eine Näherei, ein Ikonenmaler- und ein Tischlerwerkstatt. Es wurden zwei Glocken im Glockenturm aufgehängt, je 1 und 2,5 Tonnen schwer, deren festlicher Klang in der ganzen Umgebung zu hören ist. Mit Kräften und Mitteln des Bogoljubski-Klosters wird das Maria-Gewandsniederlegungs-Kloster von Susdal restauriert. Man ließ die Tradition der Kreuzgänge mit der Gottesmutter-Ikone von Bogoljubowo wieder aufleben, die aus dem 18. Jh. stammt, zum Andenken an das wunderbare Erlöschen einer schrecklichen Seuche dank Gebeten vor dieser Ikone. Der Kreuzgang aus der Stadt Wladimir zum Bogoljubski-Kloster findet jährlich am 1. Juli statt — am Feiertag der Gottesmutter-Ikone von Bogoljubowo. Daran nehmen etwa 10 000 Menschen teil.

Unter anderen bedeutenden Sakramenten sind im Kloster Teile der Gebeine von Heiligen des Fürstentums Wladimir und von den Eiferern aus Kiew und Petschersk erhalten.

In der Kathedrale werden täglich Gottesdienste nach dem Typikon gehalten und Liturgien gefeiert. Die Mitschwestern lesen unablässig den Psalter, für die Ruhe der Verstorbenen, für die Glückseligkeit der Lebenden, für die Erlösung des Russischen Landes und der notleidenden Heimat betend.

Fotogalerie Foto Vorschau (19)

Bogoljubski-Kloster

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